Backpacker Australien
Leben als Backpacker in Australien - Vor- und Nachteile
Das Leben als Backpacker bringt so manchen Vor- aber auch Nachteil mit sich. Zuerst einmal muss man in gewisser Weise schon der Typ für diese Art von Reisen sein. Wer nur recht schlecht auf Luxus, schöne Hotelzimmer, Pools, täglich frische Wäsche, weiche Betten und verwöhnende Kosmetika verzichten kann, sollte sich vorher überlegen, ob eine Tour mit einem Rucksack auf dem Rücken das Richtige für ihn ist.
Als Backpacker bleibt man in der Regel nicht sehr lange an ein und demselben Ort. Daraus ergibt sich schon einer der wichtigsten, um nicht zu sagen DER wichtigste Vorteil. Man reist flexibel und sieht mehr von Land und Leute. Denn als Backpacker bucht man nur sehr selten im Voraus die Schlafgelegenheiten, so kann man recht spontan seinen Aufenthaltsort wählen- ganz nach dem Motto: hier gefällt es mir, hier bleibe ich.
Umgekehrt kann man natürlich auch schnell weiterziehen, wenn einem ein Ort, eine Stadt oder eine Gegend nicht so zusagt. Außerdem sind die Nachtlager meist billiger, wenn man sich vor Ort in ein Backpacker-Hostel einbucht, auf einem Campingplatz sein Quartier aufschlägt, oder aber, für die ganz harten unter den Backpackern, in freier Wildbahn übernachtet (hierbei gilt allerdings sich vorher ausführlich zu informieren wo man tatsächlich wild campen kann und darf, da es sonst gefährlich werden oder hohe Strafen hageln kann).
Das Backpacker-Leben ist recht abwechslungsreich, spontan und sehr unterhaltsam. Meist trifft man eine Menge Gleichgesinnter, mit welchen man sehr viel Spaß erleben kann. Alles ist recht ungezwungen. Man lernt sich kennen, mag sich leiden und beschließt vielleicht sogar ein Stück gemeinsam zu reisen, weil man im Gespräch festgestellt hat, dass man in dieselbe Richtung will.
Durch solche spontanen Zusammenschlüsse erlebt man nicht nur mehr und hat Unterhaltung, sonder kann gleichzeitig auch noch eine ganze Menge Geld sparen, indem man sich z.b. die Benzinkosten für die Fahrt teilen kann. Darüber hinaus hat so schon die eine oder andere Freundschaft begonnen.
Allerdings sollte man, wie gesagt eine offene Persönlichkeit haben, um die Vorzüge des Backpacker Lebens genießen zu können.
Denn wer nicht gerne mit anderen Menschen zusammen ist oder sich durch deren Anwesenheit gar gestört fühlt, hat auf seiner Reise als Backpacker nicht viel zu lachen. Hier begegnet man unwillkürlich fast täglich einer Menge Menschen aus allen Nationen der Welt.
Oft lebt man in Hostels auf engem Raum zusammen. Man teilt sich manchmal mit bis zu 15 Personen oder mehr das Zimmer und hat selten Zeit und Raum für sich. Ein weiterer Nachteil kann, vor allem für die weiblichen Reisenden, im begrenzten Gepäck gesehen werden.
Durch das Rucksackreisen ist man bei der Auswahl der Kleidungsstücke, Schuhe und Assesoires häufig sehr eingeschränkt. Da kann man auf einmal nicht mehr zu jedem Paar Schuhe die passende Handtasche mit sich nehmen. Vielmehr gilt es hier das Gepäck so leicht und knapp wie möglich zu halten, denn man muss die ganzen Dinge ja auch auf seinem Rücken tragen.
Außerdem kommt es bei dieser Art des Reisens in erster Linie darauf an, für die unterschiedlichen Situationen, Klimate und Regionen die richtige Kleidung zu haben- also ist das Augenmerk auf funktionale Kleider zu richten. Und dabei noch, je weniger, desto besser. Nicht jedermann, noch weniger „jederfrau“ kann und will so reisen.
Man sieht also, so ein Leben als Backpacker hat immer zwei Seiten, welche gegeneinander abgewogen werden wollen. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass es auf jeden Fall eine Menge Spaß mit sich bringt und ein einzigartiges Erlebnis darstellt.

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