Fraser Island
Sonne, kilometerlanger Strand und himmelblaue Seen. Das alles und noch viel mehr ist Fraser Island. Die zum australischen Bundesstaat Queensland gehörende Insel an der Ostküste Australiens gilt mit ihren 1.840 Quadratkilometern Fläche als größte Sandinsel der Welt. Bei den Aborigines ist sie unter dem Namen K’gari , was soviel wie Paradies bedeutet, bekannt. Und dieser Name ist wirklich zutreffend.
Der 124 km lange Strand ist wunderschön. Ein erfrischendes Bad ist jedoch nicht empfehlenswert, denn im Wasser wimmelt es nur so von hungrigen Haien. Aber kein Problem, denn wer erst einmal ein paar der über 40 traumhaften Binnenseen, die wie eine Riesenbadewanne zum Plantschen einladen, entdeckt hat, der möchte garantiert nicht mehr gemeinsam mit den Haien schwimmen.
Neben den Bademöglichkeiten gibt es natürlich noch viele andere Dinge zu entdecken, wie z.B. die „Coloured Sands” (Klippen und Formationen aus rötlichem Sand), den „Indian Head” (ein Fels, der einen tollen Ausblick über die Insel bietet), das Schiffswrack der S. S. Maheno und selbstverständlich die inseltypischen Dingos.
Wer Fraser Island also einmal besuchen möchte, kann dies mit einem der vielen Touranbieter vor Ort tun. Besonders für Backpacker gibt es viele Angebote, die in jedem Backpackerreisebüro angepriesen werden. Die meisten Reiseanbieter bieten Touren ab Hervey Bay und Rainbow Beach an. Beide Orte sind sehr klein und ein Tag vor Beginn der Inseltour reicht für ein Sightseeingvöllig aus.
Da Rainbow Beach, wie der Name schon sagt, einen sehr schönen Strand mit regenbogenfarbigem Sand hat (dies ist allerdings nur mit viel Glück und der richtigen Sonneneinstrahlung zu sehen) raten die meisten Anbieter, die Tour von hier aus zu starten. Angeboten werden Touren von einem bis hin zu drei Tagen, mit oder ohne Guide.
Bei den non guided Touren erhält man vom örtlichen Reiseanbieter eine kurze Belehrung sowie Hinweise zur Insel und zum Umgang mit Dingos, ein Allradfahrzeug, Wassertanks, Zelte und eine Campingausrüstung. Vorteil: Die Insel kann in Gruppen von 6-8 Personen auf eigene Faust erkundet werden, eine tolle Erfahrung.
Nachteil: Sich widersprechende Interessen der Gruppenmitglieder können evtl. zu Streitigkeiten führen. Ebenso sollte man sich darüber im klaren sein, dass man in Zelten in der freien Natur schläft und dem entsprechend keine sanitären Anlagen vor Ort sind, was bedeutet, dass die Körperpflege etwas zurückgesteckt werden muss.
Vorsicht ist beim Fahren am Strand geboten: Gelegentlich wird von tödlichen Unfällen durch riskantes Fahren und überhöhte Geschwindigkeit berichtet. Also immer genügend Abstand zum Wasser halten und niemals den Sand unterschätzen. Bei einigen Anbietern gehört die Verpflegung mit zum Programm, bei anderen Anbietern muss sich jeder bereits am Startort mit ausreichend Lebensmitteln eindecken.
Wer sich für eine guidet Tour entscheidet, braucht sich um all dies nicht zu kümmern: Von Unterkunft bis Verpflegung und Fahrt zu den Highlights der Insel ist alles organisiert. Je nach Anbieter wird man im Hotel oder in einer der Wild Lodges, kleine Häuser für Gruppen von bis zu 20 Personen, untergebracht.
Die Preise variieren je nach Anbieter und Tourtyp zwischen 200 und 450 aus$. Informationen zu den Touranbietern gibt es im Internet, z.B.:
www.fraserexplorertours.com.au
www.palaceadventures.com/index.php
www.koalaadventures.com
www.cooldingotour.com
Tipps: Oftmals werden günstige Packages angeboten, in denen ein Segeltörn zu den Whitsunday Inseln mit inbegriffen ist. Als Reisezeit eignet sich der australische Sommer nur bedingt, da Fraser auf Grund der nördlichen Lage in dieser Jahreszeit durchaus von tropischen Stürmen und ausgedehnten Regengebieten heimgesucht werden kann.

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