Fruitpicking Australien
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Fruitpicking Australien

Fruitpicking in Standhorpe

Hallo Leute, ich heisse Fanny und bin vor 3-einhalb Monaten nach Australien geflogen. Nachdem ich 2 Monate in Sydney gearbeitet und die Stadt kennengelernt habe, bin ich hoch nach Cairns geflogen. Von dort aus bin ich die Ostkueste bis runter nach Brisbane gereist. In Brisbane angekommen habe ich mich nach einem Job umgeschaut. So fingen 2 harte aber doch schoene Wochen in Standhorpe an.

Auf der Suche nach einem Job (eigentlich als Kellnerin) bin ich im Base hostel zum Jobdesk gegangen und prompt wurde mir ein Fruitpicking job angeboten. Man erzaehlte mir, dass ich Apfelblueten von Baumen pfluecken muss und dafuer sollte ich 4 Dollar pro Baum bekommen. Nach einer kurzen Rechnung im Kopf habe ich festgestellt, dass ich also 25 grosse Apfelbaume an einem Tag schaffen soll um wenigstens 100 Dollar pro Tag zu verdienen. Naja ich wusste das es harte Arbei werden wuerde aber am naechsten Tag ging es los 3 Stunden mit dem Bus nach Standhorpe.

Unterwegs guckte ich in meinen lonely planet und informierte mich ueber das Hostel und den Ort. Ich war ein wenig geschockt, als ich las, dass man sich in dem Hostel "Unwillkommen" fuehlen koennte, aber ich lies einfach mal alles auf mich zukommen. Im Hostel angekommen wurde ich gleich sehr nett von Doug dem Besitzer begruesst, der mit seiner Frau auf dem Hostelgelaende wohnt. 5 Minuten nach meiner Ankunft hatte ich gleich meinen eigenen Locker und mein Besteck. Ich fuehlte mich sehr willkommen um es genau zu sagen. Dann ging es nur noch ins Bett, denn der naechste Tag wuerde hart werden sagte man mir.

Morgens 3:40 klingelte der Wecker. Noch etwas schlaftrunken warteten wir auf den Bus. Es gab einen kleinen weissen der zur Steinfruechtefarm fuehrte und einen grossen der zu der besagten Apfelfarm fuehrte. Nach vielen Empfehlungen stieg ich in den kleinen weissen Bus zur Steinfruechtefarm und kann mich jetzt im Nachhinein auch sehr gluecklich darueber schaetzen. Um 5 begann die Arbeit. Wir bekamen grosse Pfluecksaecke und mussten immer unterschiedlich entweder Plaumen, Nektarinen oder Pfirsiche pfluecken (die uebrigens auch seeer lecker sind).

Unser Supervisor Allen Roy, geannt Roy war einfach super. Er hatte immer einen flotten Spruch auf den Lippen und war auch fast immer gut gelaunt, wenn wir zu langsam waren hat er uns geholfen und wenn er weiche Pfirsiche gefunden hat, hat er die in unsere Taschen gesteckt. Manchmal hat er sogar Chips mitgebracht, alles in allen Roy war einfach klasse.

Fuer unsere Arbeithaben wir um die 40 Dollar pro Bin bekommen. Das heisst wir hatten 3 Eimer die wir vollpfluecken mussten mit den roeteten und groessten Fruechten. Dieser Bin wurde dann meistens durch 4 Leute geteilt, dass heisst wenn wir eine bestimmte Anzahl an Bins hatten, haben wir demnach unser Geld verdient, was leider sehr wenig war meistens.

Wenn wir Glueck hatten, konnten wir auch Thinnen gehen, dass heisst immer nur 4 Pfirsiche an einem Baum lassen und die anderen runterschmeissen und das so schnell wie moeglich. Dafuer haben wir 1,50 Dollar pro Baum bekommen. An einem Tag habe ich 192 Baume geschafft, das hat mich richtig gefreut. Sekunden Spaeter verblasste meine Freude, weil ich zu viele Baume gethinnt hatte und somit ist der Preis auf 50 cent geschrumpft FUER ALLE!! Das war echt deprimierend und auch fuer manche Leute der Anlass zu gehen.

Um halb 2 war unsere Arbeitbeendet. An drei Tagen hatten wir unertraegliche 38 grad. Das war kaum auszuhalten, geschweige dessen konnte man auch nicht gut arbeiten und somit kein Geld verdienen. Die Arbeit war stets hart, staendig hatte ich das Gefuehl ich machte Sport. Natuerlich haben wir alle die Pausen geliebt.

Alles in allem waren 2 Wochen Fruitpicking nicht so schlimm wie ich es erwartet haette oder es von vielen gehoert habe. Ich mochte das Hostel, die Leute und auch auf Arbeit hatten wir eigentlich immer Spass.

Zum Schuss ist vielleicht noch zu erwaehnen, dass die Leute,die auf die Apfelfarm gearbeitet haben ungefaehr die Haelfte verdient haben wie wir. Weiterhin wurden in den 2 Wochen in denen ich da war bestimmt 8 Leute gekuendigt aus Gruenden wie Aeste auf den Boden oder aehnliches. Von daher habe ich wohl alles richtig gemacht=)

Bis bald, Fanny

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